Sturzmanagement

Beeinträchtigungen der Mobilität, verminderte Sehschärfe, die ungewohnte Umgebung oder auch falsches Schuhwerk stehen an oberster Stelle der Sturzursachen. Weiterhin spielen Verwirrtheit, Herzkreislauferkrankungen oder eine hohe Medikamentendosierung erhöhen das Sturzrisiko - auch im Krankenhaus.


Leitlinien zur Sturzprävention

Daher arbeiten die Mitarbeiterinnen und Miatarbeiter des Pflegedienstes der Ruppiner Kliniken nach Leitlinien zur Sturzprävention bzw. Prävention von Sturzfolgen. Betroffene Patienten sind nach Sturzereignissen zum Beispiel besonders ängstlich, verlieren oft an Selbstvertrauen und erlegen sich meist selbst eine eingeschränkte Mobilität auf. Nicht selten entwickeln auch Pflegende Schuldgefühle und Selbstvorwürfe bzw. erhalten Schuldzuweisungen durch andere.

Das Sturzrisiko bei Patienten ist ein zentrales Thema in der Pflege. Unsere Leitlinien zur Sturzprävention sind  strikt in den Pflegealltag integriert.


Ziele

  • Ausrichtung der Sturzprävention an den Nationalen Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege
  • Ursächliche Sturzrisiken und Sturzgefahren erkennen und Erhaltung bzw. Wiederherstellung der größtmöglichen sicheren Mobilität
  • Vorbeugung eines Sturzes und Qualitätssteigerung in der Patientenversorgung
  • Gezielte, systematische Pflegedokumentation
  • Routinemäßige Einschätzung des Sturzrisikos

Beispiele durchzuführender Tätigkeiten und Prozesse:

  • Einschätzung des Sturzrisikos bei der Aufnahme und Entlassung der Patienten
  • Individuelle Planung der prophylaktischen Maßnahmen bei erhöhtem Sturzrisiko (laut Leitlinie) unter Einbeziehung bzw. Information der Patienten und ggf. deren Angehörigen
  • Mobilisation unter konsequenter Anleitung durch die Physiotherapie
  • Dokumentation von Sturzvorkommnissen und deren Auswertung
  • Statistische Aufbereitung der Sturzmeldungen
  • Individuelle Organisation und Durchführung von internen und externen Fortbildungen für das Pflegepersonal
  • Freiheitsentziehende Maßnahmen oder Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Patienten sind keine geplanten Maßnahmen

Evaluation und Auswertung der gesammelten Daten:

  • Interne Qualitätssicherung mit jährlicher statistischer Aufarbeitung innerhalb der Ruppiner Kliniken GmbH und auch der einzelnen Stationen
  • Auswertung und Bekanntmachung der Ergebnisse im klinikinternen Rahmen
  • Kontinuierliche Anpassung der Leitlinie an neueste wissenschaftliche Erkenntnisse

Ansprechpartner

Kathrin Kickhefer
Telefon: (03391) 39-3035

Kurzkontakt
Sekretariat Pflegedienst:
Carmen Dittmann
(03391) 39-3011
(03391) 39-3009
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