Klinik mit Tradition

In den Jahren 1893 wurden am südlichen Rande der Stadt Neuruppin und nicht weit vom See entfernt das erste Gebäude des Krankenhauses errichtet, 1896 das Hauptgebäude fertiggestellt. 1897 zogen die ersten 1000 Geisteskranken ein. Die großzügige und wohl gepflegte Parkanlage, die 1963 entstand, sorgt auch heute noch für einzigartiges Flair und gute Erholungsmöglichkeiten.

Was vor mehr als einhundert Jahren als Landesirrenanstalt eingerichtet wurde, hat sich im Laufe der Jahre vielfach verändert und stetig entwickelt. Die Aufgabenbereiche wuchsen und so mussten immer neue Krankenhausgebäude errichtet werden.


Unsere Jubiläumsbroschüre: „Geschichte mit Zukunft“

Sie wollen mehr über die Ruppiner Kliniken wissen? Einen Überblick über die ersten 111 Jahre Klinikhistorie finden Sie in unserer Broschüre „Geschichte mit Zukunft“, die Sie sich als PDF-Dokument herunterladen können.


Das Buch zur Klinik: „Und über allem wacht der Rote Max“

files/bilder/Ueber uns/Buch_Roter_Max.jpg

Wenn Sie noch mehr über die Ruppiner Kliniken erfahren wollen, lassen Sie sich doch einfach unser Buch schicken. Auf über 130 Seiten erfahren Sie (fast) alles über uns. Vom Beginn als Landesirrenanstalt über die Vor- und Nachkriegszeit bis zum Bau der Strahlenklinik. Der Kaufpreis beträgt 12,68 EUR zzgl. einer Versandkostenpauschale von 1,50 EUR und kann per E-Mail angefordert werden.


Dunkle Wolken über der Landesanstalt

Hier finden Sie ein Kapitel aus unserem Buch zur Klinik. Zeitzeugen schildern, wie Sie den Umgang mit geistig Behinderten und Psychiatriepatienten 1933 bis 1945 erlebten. Die Landesanstalt war zur Zeit des Nationalsozialismus eine Zwischenstation auf dem Weg in die sog. Tötungsanstalten.


ArchitekTOUR durch das Klinikgelände

Das historische Erbe und die Tradition einer fast einhundertzwanzig Jahre alten Gesundheitseinrichtung sind unverkennbar präsent auf dem Gelände der Ruppiner Kliniken. Doch auch moderne Kunst findet seinen Platz auf dem Grundstück.

Um Patienten, Besuchern und Mitarbeitern Architektur und Kunst näher zu bringen, haben Schülerinnen und Schüler der Schule für Gesundheitsberufe mit viel Engagement das Projekt „ArchitekTOUR“ umgesetzt. Unterstützt wurde das Projekt von Architekt Thomas Rheinländer. Er stellte die Dotierung seines Schinkelpreises, den er im Oktober 2012 gewann, zur Verfügung. Rheinländer bat die MBN Medizinische Bildungsakademie Neuruppin, einen Teil der Geschichte der Klinik und ihrer Gebäude aufzuarbeiten und allen zugänglich zu präsentieren. 

Ergebnis der intensiven Recherche und Beratungen über Inhalte, Gestaltung und Layout sind informative, leicht zugängliche Stelen an besonderen Orten unseres Geländes, u.a. an der Alten Kapelle, an dem Wahrzeichen der Ruppiner Kliniken, dem so genannten Roten Max, einem Wasserturm, der in früheren Zeiten zentraler Treffpunkt für die Lohnauszahlung war, oder an der Kegelbahn.

Eine Kegelbahn in einer Landesirrenanstalt?
Bei der Recherche deckten die vier Auszubildenden, die maßgeblich an dem Projekt beteiligt waren, auch bisher Unbekanntes auf. So gingen zahlreiche Generationen davon aus, dass die Kegelbahn von jeher für die unterstützende Therapie der Patienten errichtet worden ist. Vielmehr stand die Kegelbahn jedoch den Ärztinnen und Ärzten für die Freizeitgestaltung zur Verfügung.

Geschlechtertrennung in der Kunst am Bau?
Noch vor dem Bau der Heil- und Pflegeanstalt Neuruppin wurden im 19. Jahrhundert auch in anderen Anstalten die Männer von den Frauen getrennt. Grund für diese Trennung war, dass die »Irren« sich nicht fortpflanzen sollten. Deshalb wurden Mauern errichtet, die es den »Irren« unmöglich machten, mit dem anderen Geschlecht in Kontakt zu treten.

Noch heute lassen sich Anhaltspunkte für diese Trennung auf dem Klinikgelände erkennen. Beispielsweise sind einige der Mauern bis zum heutigen Tage erhalten. Des Weiteren stehen die beiden Figuren »Der Lauscher« und »Die Luftgängerin« für diese Trennung. Der Künstler Jens Kanitz wählte die Position der Figuren unbewusst, setzte jedoch intuitiv ein Zeichen für die heutigen Patienten und Besucher, da »Der Lauscher« auf der damaligen Männerseite und »Die Luftgängerin« auf der Frauenseite platziert sind.

Kurzkontakt
Sekretariat Geschäftsführung:
Cornelia Krecklow
(03391) 39-2010
(03391) 39-2009
Kurzkontakt
Sekretariat Pflegedienst:
Carmen Dittmann
(03391) 39-3011
(03391) 39-3009
Ärzte-Finder
Ärzte-Finder