Fachbereich Schmerzmedizin Leitende Oberärztin: Dr. Juliane Pieper, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“
Fachbereich Schmerzmedizin

Multimodale Schmerztherapie bei akuten und chronischen Schmerzen

Wenn der Schmerz seine Warnfunktion verliert und dauerhaft anhält, spricht man von chronischem Schmerzen. Chronischer Schmerz ist eine eigenständige Erkrankung bei der sich das schmerzverarbeitende System des Körpers verändert hat.  

Eine multimodale Schmerztherapie wird empfohlen, wenn der Schmerz länger als 6 Monate anhält, die Lebensqualität oder Arbeitsfähigkeit deutlich beeinträchtigt sind, weitere chronische Erkrankungen vorliegen und bereits ambulant verschiedene Behandlungsansätze versucht wurden.

Hierzu gehören zum Beispiel

  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Nervenschmerzen
  • Schmerzen nach Operationen
  • Ganzkörperschmerzen beim Fibromyalgiesyndrom
  • Schmerzen bei degenerativen Erkrankungen
  • Schmerzen im Zusammenhang mit seelischen Erkrankungen und Störungen

Aber auch

  • Komplexe Schmerzmittelumstellungen (Opiatrotation)
  • Schmerzmittelentzug

Gemeinsam gegen den Schmerz

Wir arbeiten in der multimodalen Schmerzbehandlung interdisziplinär mit spezialisierten Ärzten der verschiedenen Fachrichtungen (u.a. Neurologie, Orthopädie, Neurochirurgie, Physikalische Medizin, Innere Medizin, Gynäkologie) als auch Physiotherapeuten, Sporttherapeuten, Psychologen, Pflegekräften, Kreativtherapeuten, Ergotherapeuten und Soziotherapeuten zusammen.

Die Behandlung findet unter Schmerztherapeutischer Leitung durch Dr. Juliane Pieper, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Zusatzbezeichnung spezielle Schmerztherapie statt. Leitbild ist für uns eine biperspektivische Diagnostik und Therapie um auf biomedizinischer und psychosozialen Ebene jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.  Ziel der Therapie ist eine Verbesserung der Lebensqualität, der individuellen Belastbarkeit und der Schmerzwahrnehmung.


Den Schmerz analysieren

Nach eingehender Schmerzanamnese, Testpsychologischer Diagnostik und ausführlicher körperlicher Untersuchung erfolgt durch die behandelnden Ärzte und Therapeuten die Erstellung eines individuellen Behandlungsplans. Es erfolgen während des stationären Aufenthaltes täglich ärztliche Visiten und regelmäßige bezugstherapeutische Gespräche. In wöchentlich stattfindenden Teamsitzungen unter Schmerztherapeutischer Leitung erfolgt ein Austausch über die Ergebnisse der bisherigen diagnostischen und therapeutischen Schritte. Im Rahmen der ebenfalls wöchentlichen Schmerzvisite werden die Ergebnisse der Diagnostik mit dem Patienten ausgewertet und die nächsten Behandlungsmöglichkeiten besprochen. Die stationäre multimodale Schmerztherapie umfasst in der Regel 7-21 Behandlungstage.

 

Kurzkontakt
(03391) 39-2759
Ausstattung
  • Behindertengerecht
  • Telefon
  • Mehrbettzimmer
  • Fahrstuhl
  • Nichtraucher
  • Zweibettzimmer
  • Einbettzimmer