Klinik für Neurologie Chefarzt: Dr. Tobias J. Müller, Facharzt für Neurologie, Zusatzbezeichnung Intensivmedizin, Ausbilder Neurologische Ultraschalldiagnostik DEGUM
Klinik für Neurologie

Facharztausbildung

Die Neurologie ist die Schlüsselmedizin des 21. Jahrhunderts (Prof. Dr. med. Gereon Fink, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, 2018). Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Multiple Sklerose, Demenz und Enzephalitiden nehmen zu. Neurologische Symptome wie Kopfschmerzen und Schwindel zählen zu den häufigsten in der Medizin überhaupt. Die Kombination aus komplexer und intellektuell anspruchsvoller Diagnostik und zunehmend effektiven Therapieverfahren machen die Faszination des Fachs Neurologie aus. Diese Faszination unseren Weiterbildungsassistentinnen und Weiterbildungsassistenten zu vermitteln ist unser Anspruch. Wir alle lernen täglich Neues dazu und haben täglich Erlebnisse im Großen wie im Kleinen, die unsere Begeisterung für das Fach Neurologie erhalten. Wir bieten Ihnen an, Sie an dieser Begeisterung teilhaben zu lassen.

Grundlagen der Facharztweiterbildung

Die Neurologische Klinik bietet eine breite und umfassende Ausbildung zur Fachärztin/zum Facharzt für Neurologie an, die auf der neurologischen Normalstation und in der neurologischen Tagesklinik, in den neurologischen Ambulanzen, in der neurologischen Funktionsdiagnostik, auf der Stroke Unit und in der Notaufnahme stattfindet.

In der neurologischen Funktionsdiagnostik werden alle facharztrelevanten Untersuchungstechniken auf dem neuesten Stand vorgehalten und durchgeführt: EEG, ENG, EMG, VEP, AEP, SEP, MEP, Neurosonografie (Doppler- und Duplexsonografie der extra- und intrakraniellen hirnversorgenden Arterien). In aller Regel kann auch das psychiatrische Jahr an den Ruppiner Kliniken abgeleistet werden. Dafür rotieren die Weiterbildungsassistentinnen und Weiterbildungsassistenten in die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (Chefarzt Prof. Dr. Joachim Behr). Die intensivmedizinischen Inhalte werden auf der Stroke Unit und in der Notfallambulanz vermittelt. Bei Interesse kann auch auf eine der Intensivstationen (Anästhesie, Kardiologie) rotiert werden. Auch eine zeitlich befristete Rotation in andere Abteilungen (z.B. Neurochirurgie, Innere Medizin) ist möglich, wenn dies mit der Weiterbildungsordnung vereinbar ist.

Als Assistenzarzt arbeiten Sie in unserer Klinik in einem (3-)Schichtsystem. Das bedeutet, dass jede Stunde, die Sie arbeiten, auch voll angerechnet wird. Die Arbeitszeit beträgt im Durchschnitt 40h pro Woche und wird elektronisch erfasst.

Lernen und Lehren

Die Beteiligung an der Ausbildung unserer Medizinstudenten erfolgt nach Interesse und Ausbildungsstand. Neben der Durchführung von Übungen (z. B. neurologische Untersuchung) und Unterricht am Krankenbett in Kleingruppen können Sie sich auch zum Dozenten für Formate wie POL (Problemorientiertes Lernen) oder TRIK (Teamarbeit, Reflexion, Interaktion, Kommunikation) weiterbilden und dies dann auch unterrichten (https://www.mhb-fontane.de/hochschuldidaktik.html). Alle diese Tätigkeiten finden in der regulären Arbeitszeit statt und werden Ihrem Stundenkonto gutgeschrieben. Motivierten Studierenden Wissen zu vermitteln macht uns nicht nur Spaß, sondern vertieft auch das eigene Wissen und bereichert somit die eigene berufliche Entwicklung.

Über den Tellerrand

Die Ruppiner Kliniken sind breit aufgestellt. Es gibt 25 Abteilungen, Institute und Fachbereiche. Mit nahezu allen kommen Sie während Ihrer täglichen Arbeit in Kontakt, z. B. im Rahmen von Konsilen. Dadurch weitet sich der Blick auf die Medizin. Sie schauen, und das ist für Neurologinnen und Neurologen essentiell, über den Tellerrand Ihres eigenen Faches hinaus. Die Neurologie hat Schnittstellen mit praktisch allen anderen Fächern, und diese Schnittstellen spielen bei der Behandlung unserer Patienten eine immens wichtige Rolle.

Kommunikation

Die Rolle der Kommunikation im ärztlichen Berufsalltag wird häufig unterschätzt. Im Rahmen des Studiums an der Medizinischen Hochschule Brandenburg werden die Studierenden von Beginn an in dieses Thema eingeführt und entsprechend ausgebildet. Davon können Sie bei uns profitieren, indem Sie z. B. eine Ausbildung zum TRIK-Dozenten absolvieren (TRIK: Teamarbeit, Reflexion, Interaktion, Kommunikation, www.mhb-fontane.de). Aber nicht nur die Kommunikation mit unseren Patienten, sondern auch die untereinander innerhalb des Teams spielt eine wichtige Rolle bei der Tätigkeit als Ärztin oder Arzt. Wir in der Neurologie pflegen eine offene Kommunikation. Diskussion und auch Kritik sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht.

Weiterbildungscurriculum

Die Weiterbildung erfolgt strukturiert. Zu Beginn Ihrer Tätigkeit erhalten Sie Schulungen, die Sie in die Lage versetzen, die IT des Krankenhauses zu nutzen und zu bedienen, außerdem Schulungen zum Datenschutz und Brandschutz. Nach einigen Wochen Einarbeitung wird die Dienstfähigkeit strukturiert erfasst und sie werden langsam an Spät-, Nacht- und Wochenenddienste herangeführt. In diesen Diensten werden Sie sich nie allein fühlen, da sie durch die vielen verfügbaren Spezialisten vor Ort und den fachärztlichen Hintergrunddienst immer die Hilfe erhalten, die Sie brauchen. Der diensthabende Facharzt im Hintergrund kann von zu Hause auf das Krankenhausinformationssystem und das Bildarchivierungssystem zugreifen und im Bedarfsfall innerhalb weniger Minuten vor Ort sein. Im Laufe Ihrer Weiterbildung werden Sie mit Zuwachs an Wissen und Kompetenz auch einen kontinuierlichen Zuwachs an Verantwortung und Entscheidungsspielraum erleben, der Ihre Begeisterung für die Tätigkeit als Neurologin und Neurologe noch weiter vergrößern wird.

Fortbildung

Wir ermuntern unsere Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten zur Teilnahme an externen Fortbildungsveranstaltungen und Kongressen. Die Kosten hierfür werden im Regelfall übernommen. Wöchentlich führen wir interne Fortbildungsveranstaltungen innerhalb der Abteilung durch und regelmäßig finden Fortbildungsveranstaltungen auch für externe Teilnehmer statt.

Zusatzqualifikationen

In den Ruppiner Kliniken werden regelmäßig in-house GCP-Kurse angeboten, die Sie in die Lage versetzen, an klinischen Studien teilzunehmen. Außerdem können Sie in der Neurologischen Abteilung die Voraussetzungen erwerben, das DEGUM-Zertifikat der Stufe I (Neurologie) zu erlangen.

Wissenschaftliche Tätigkeit

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit einem Thema der Neurologie eröffnet neue Perspektiven und bereichert den Alltag. Als Hochschulklinikum unterstützen wir wissenschaftliche Aktivität ausdrücklich, einen Zwang zu wissenschaftlichen Aktivitäten gibt es aber nicht. Auch gibt es die Möglichkeit der Promotion begleitend zur Facharztausbildung. Junge Wissenschaftler können darüber hinaus auch durch die MHB gezielt unterstützt werden. Dies muss im Einzelfall beantragt werden.

Hospitation

Wir laden Sie herzlich ein, in unserer Abteilung zu hospitieren, um einen besseren Eindruck von unserem Team und der gesamten Klinik zu erhalten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Neurologischen Klinik (neurologie@ruppiner-kliniken.de oder 03391 39-3810).

Kurzkontakt
Sekretariat: Katja Löscher
(03391) 39-3809
Ausstattung
  • Behindertengerecht
  • Telefon
  • Fernsehgerät
  • Mehrbettzimmer
  • Fahrstuhl
  • Internet
  • Nichtraucher
  • Zweibettzimmer
  • Einbettzimmer

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