Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie Chefarzt: Dr. André Buchali, Facharzt für Strahlentherapie, Ultraschalldiagnostik, medikamentöse Tumortherapie, interventionelle Brachytherapie
Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

Behandlungsablauf

Um einen Überblick für die Behandlung zu geben, werden im Folgenden die allgemeinen Schritte kurz erklärt. Der Behandlungsablauf kann sich abhängig vom individuellen Verlauf und Krankheitsbild eines jeden Patienten unterscheiden. Für Patienten mit bösartigen (malignen) Erkrankungen läuft die Behandlung im Allgemeinen wie folgt ab:

Anmeldung

Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin in unserer Sprechstunde in Neuruppin unter der Telefonnummer 03391/394340 bzw. in Brandenburg unter der Telefonnummer 03381/2133420 und bringen Sie zum 1. Termin die Krankenversicherungskarte, einen gültigen und korrekt adressierten Überweisungsschein (an die Strahlentherapie), schriftliche Befunde von den Voruntersuchungen und Vorbehandlungen sowie eventuell eine CD mit Röntgen-, CT- oder MRT-Bildern mit. 
Zuerst erfolgt in unserer Anmeldung ein Gespräch über den allgemeinen Ablauf mit Erläuterung diverser Formulare. Anschließend folgt das Gespräch beim Arzt, der Ihnen die Behandlung erklärt und Ihre Fragen beantwortet.

Aufklärungsgespräch

Im Aufklärungsgespräch werden Sie durch einen Arzt der Strahlentherapie ausführlich über die Erkrankung, die Behandlungsoptionen im Allgemeinen, die Prognose und über die Abläufe der radioonkologischen Therapie im Speziellen einschließlich der Vorbereitung, Durchführung, möglichen Therapienebenwirkungen und der Nachsorge informiert. Dabei werden spezielle Aufklärungsbögen mit zusätzlichen Informationen ergänzt und Ihnen in Kopie ausgehändigt. Sie haben jederzeit die Möglichkeit Fragen zu stellen. Sollten schon im Vorfeld Fragen bestehen, ist es oft hilfreich diese auf einem Zettel als Gedankenstütze zu notieren. Im Anschluss an das Gespräch folgt eine krankheits- bzw. beschwerdeorientierte klinische Untersuchung. Zum Schluss erhalten Sie unser Check-in-Heft mit den Terminen für das Bestrahlungsplanungs-CT (wenn erforderlich) und die erste Bestrahlungssitzung sowie den Transportschein für Strahlenserienbehandlung (nur Tumorpatienten). Klären Sie bitte selbständig bis zum Folgetermin die Kostenübernahme für den Transport mit Ihrer Krankenkasse.

Computertomografie (CT) /Bildgebung

Sowohl die Patienten von Neuruppin, als auch die Patienten von Brandenburg erhalten ihr Bestrahlungsplanungs-CT in Neuruppin. Das Bestrahlungsplanungs-CT dient als Grundlage für eine individuelle, Ihren anatomischen Gegebenheiten angepasste Bestrahlung. Dabei werden Aufnahmen Ihres Körpers in der zu bestrahlenden Region gemacht. Für eine optimale und sichere Lagerung werden Sie mit speziellen Lagerungshilfen auf dem CT-Tisch ausgerichtet und bekommen Markierungen auf die Haut geklebt. Beide Maßnahmen gewährleisten die präzise Reproduzierbarkeit Ihrer Position bei der späteren Bestrahlung.

MRT=Magnetresonanztomographie / PET=Positronenemissionstomographie

Bei bestimmen Krankheitsbildern werden zusätzliche Spezialbildgebungen (MRT/PET-CT) erstellt, die mit dem Bestrahlungsplanungs-CT gekoppelt (fusioniert) werden können, um die Bestrahlungsplanung zu optimieren.

Bestrahlungsplanung

Anhand der CT-Aufnahmen kann der Facharzt das zu bestrahlende Gebiet lokalisieren. Der Tumor - inklusive eines Sicherheitssaumes- und die zu schonenden Organe werden vom Facharzt in die CT-Aufnahmen eingezeichnet. Im Anschluss daran erstellt der Medizinphysiker mit Hilfe einer Computersoftware den Bestrahlungsplan. Hierbei achtet der Medizinphysiker darauf, den Tumor bestmöglich zu erfassen und die Risikoorgane zu schonen. Nach der Fertigstellung des Bestrahlungsplans erfolgt die gemeinsame Planabnahme durch den Facharzt und den Medizinphysiker.

Ersteinstellung

Vor der ersten Bestrahlung erfolgt die Ersteinstellung am Bestrahlungsgerät. Dazu werden Sie auf dem Bestrahlungs-Tisch genauso wie auf dem CT-Tisch mit Hilfe der Lagerungshilfen gelagert. Bleiben Sie dabei bitte ruhig liegen. Von dieser Position aus erfolgt eine Anpassung der Tischposition entsprechend des individuell erstellten Bestrahlungsplanes zur optimalen Lagerung, welche anschließend mittels einer Röntgenbildgebung am Bestrahlungsgerät überprüft wird. Wenn diese mit der geplanten Lagerung übereinstimmt erhalten Sie die definitiven Hautmarkierungen für die Bestrahlungen und die erste Bestrahlung. Im Anschluss bekommen Sie alle weiteren Bestrahlungtermine ausgehändigt.

Bestrahlungsplanung

Nachdem Sie sich mit Ihrem Terminheft eingecheckt haben, nehmen Sie bitte in unserem Wartezimmer Platz. Es wird Ihnen dann eine Bestrahlungskabine zugewiesen, wo Sie Ihre Sachen während der Bestrahlung ablegen können. Anschließend werden Sie in den Bestrahlungsraum gebeten und dort auf dem Bestrahlungs-Tisch gelagert. Bewegen Sie sich dann bitte nicht mehr. Während der Bestrahlung sind Sie in dem Therapieraum allein, eine Überwachung und Kommunikation ist aber über Kamera und Mikrofon möglich. Die Bestrahlung selbst ist schmerzlos und dauert in den meisten Fällen nur wenige Minuten. Nach der Bestrahlung bleiben Sie bitte so lange liegen, bis Sie aufgefordert werden, aufzustehen. Über die Kabine verlassen Sie dann wieder den Therapiebereich.

Wiedervorstellung

Zum Ende der Woche erfolgt eine regelmäßige Wiedervorstellung beim Arzt. Hierbei werden Sie gezielt zur Therapieverträglichkeit befragt und untersucht. Sie haben jederzeit die Möglichkeit Fragen zu stellen oder Probleme anzusprechen. Sollten Sie Beschwerden oder dringende Fragen haben, ist eine Wiedervorstellung auch an einem anderen Tag der Woche möglich. Sagen Sie dazu einfach an der Anmeldung oder am Bestrahlungsgerät Bescheid.

Bestrahlungsabschluss

Am letzten Bestrahlungstag erfolgt eine Abschlussuntersuchung und ein Abschlussgespräch, insbesondere zum Verhalten nach Strahlentherapie und die weitere Tumornachsorge bzw. -therapie. Des Weiteren erhalten Sie Termine für die strahlentherapeutische Nachuntersuchung sowie ggf. Termine für eine Folgetherapie.

Nachsorge

Die strahlentherapeutische Nachuntersuchung ist wichtig für die Erkennung radiogener Nebenwirkungen. Neben den Befragungen zum Allgemeinbefinden, Beschwerden, weiteren zwischenzeitlich erfolgten Maßnahmen erfolgt eine gezielte klinische Untersuchung. Im Anschluss werden ggf. weitere Nachsorgetermine vereinbart.

Kurzkontakt
Sekretariat: Petra Olschowski
(03391) 39-4309
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