Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Chefarzt: Prof. Dr. Joachim Behr, Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Unsere Forschungsbereiche

An der Hochschulklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik – Campus Neuruppin – werden in den nächsten Jahren im Rahmen des Aufbaus der Medizinischen Hochschule Brandenburg folgende Forschungsschwerpunkte vertieft. Informationen des Forschungsdekanats finden Sie hier.

Forschungsbereich Experimentelle Psychiatrie

Leiter: Prof. Dr. Joachim Behr

Unsere Arbeitsgruppe interessiert sich für die Mechanismen neuronaler Plastizität. Neuronale Plastizität ist die Grundlage für Lernen und Gedächtnis über die gesamte Lebensspanne. Störungen dieser Plastizität führen zu unterschiedlichen chronifizierenden, neuropsychiatrischen Syndromen und Erkrankungen wie den Demenzen, den Epilepsien, den schizophrenen und affektiven Störungen und den Angststörungen. Unsere Arbeitsgruppe verfolgt einen reduktionistischen Ansatz, bei dem wir mit Hilfe von Tiermodellen grundlegende zelluläre Mechanismen der neuronalen Plastizität im Hippokampus aufklären. Unser Ziel ist es, Mechanismen einer maladaptiven neuronalen Plastizität zu bestimmen, die zu Störungen der hippokampalen Informationsverarbeitung führen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeiten ist die Untersuchung der aminergen Modulation neuronaler Plastizität. Wir gehen der Frage nach, welche alters- und umweltabhängigen Veränderungen der aminergen Modulation neuropsychiatrische Erkrankungen bedingen oder begünstigen. Im Rahmen unserer Untersuchungen erwarten wir neue Einblicke in die Modulation und Konsolidierung hippokampaler Information sowie deren Folgen für den Informationstransfer vom Hippokampus zu kortikalen und subkortikalen Strukturen. Diese Arbeiten bilden die Grundlage für die Untersuchung von Störungen der Informationsverarbeitung bei Patienten mit Schizophrenie, posttraumatischer Belastungsstörung sowie Temporallappen-Epilepsie. Unsere Arbeiten werden daher durch translationale klinische Projekte ergänzt, deren Konzeption auf unseren tierexperimentellen Ergebnissen aufbaut.

Forschungsbereich Affektive Störungen

Leiter: Prof. Dr. Thomas Stamm

Menschen mit affektiven Störungen (Depression und manisch- depressive Erkrankung) sind häufig mit der Tatsache konfrontiert, dass ihre Erkrankung sich über weite Phasen der Lebensspanne erstreckt. Klinische Fragen, die über eine aktuelle „Querschnittsproblematik“ hinausgehen, stehen daher im Fokus unserer wissenschaftlichen Arbeit. Entsprechend des Hauptforschungsbereichs der MHB (Medizin des Alterns/ Versorgungsforschung) gehen wir folgenden Fragestellungen nach:

  • Wie können bereits frühzeitig bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Anzeichen einer beginnenden affektiven Störung erkannt und behandelt werden?
  • Wie können wirksame psychotherapeutische Verfahren bei affektiven Störungen besser in der Versorgung implementiert und weiterentwickelt werden?
  • Wie können Betroffene sich aktiv in die Behandlung ihrer Erkrankung einbringen? (Trialog, partizipative Forschung)
  • Wie lässt sich Nicht- Ansprechen auf eine Pharmakotherapie bei der Depressionsbehandlung frühzeitig vorhersagen und effektiv behandeln?
  • Wie können medikamentöse Verfahren, die nicht von der Pharmaindustrie gefördert werden, auf ihre Wirksamkeit überprüft und in die Versorgung implementiert werden (Schilddrüsenhormone, Lithium, Cannabidiol)?
Forschungsbereich Klinische Neuropsychiatrie

Der Forschungsbereich „Klinische Neuropsychiatrie“ befasst sich mit Erkrankungen an der Schnittstelle zwischen Neurologie und Psychiatrie. Hierzu zählen Erkrankungen, die organisch bedingt sind und zu kognitiven und psychischen Störungsbildern führen. Hierzu gehören insbesondere die Epilepsien, neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Huntington, die frontotemporale Demenz, die Alzheimer-Krankheit, Basalganglien-Erkrankungen und schizophreniforme Erkrankungen mit autoimmunologischer Genese. Unsere Arbeitsgruppe interessiert sich für die Entwicklung innovativer diagnostischer und therapeutischer Strukturen, um eine adäquate interdisziplinäre Versorgung dieser Patienten mit ihrer komplexen Symptomatik zu gewährleisten.

Leitung: Prof. Dr. Joachim Behr, Dr. Markus Borgmann

Lehre und Weiterbildung

In dem Modellstudiengang der MHB verfolgen wir eine praxisorientierte wissenschaftsbasierte Ausbildung, die den Bedürfnissen der Patienten entspricht und den Herausforderungen der Psychiatrie und Psychotherapie der Zukunft Rechnung trägt. Ärzte und Psychologen von morgen sollen schon vom ersten Studientag an auf ihre spätere berufliche Praxis vorbereitet werden, um so eine den Bedürfnissen gerecht werdende Patientenversorgung zu sichern. Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik beteiligt sich sowohl an fachspezifischen als auch fachübergreifenden Lehrmodulen (POL, TRIK). Zudem übernimmt die Klinik Lehrveranstaltungen im BA- und MA-Studiengang der Psychologie und bietet die in dem Curriculum des Studiengangs implementierten innovativen Kliniktage an. Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik bietet zudem für Mediziner gerne PJ Plätze an. Weitere Hinweise finden Sie unter:

www.mhb-fontane.de
www.ruppiner-kliniken.de

Weiterbildungsermächtigung für Ärztinnen und Ärzte

Psychiatrie und Psychotherapie (48 Monate)

Psychotherapeutenausbildung

Wir kooperieren mit einer Vielzahl an Ausbildungsinstituten in Berlin/Brandenburg und bieten gerne Plätze für die Praktische Tätigkeit Teil I und II im Rahmen der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten an. Neue Kooperationsverträge werden bei Interesse gerne geschlossen. Bewerbungen für eine praktische Tätigkeit senden Sie bitte per E-Mail an den Lehrkoordinator der Klink Prof. Dr. Thomas Stamm: t.stamm@ruppiner-kliniken.de.

Kurzkontakt
Sekretariat: Dagmar Mewes
(03391) 39-2119
Ausstattung
  • Behindertengerecht
  • Telefon
  • Mehrbettzimmer
  • Fahrstuhl
  • Internet
  • Nichtraucher
  • Zweibettzimmer
  • Einbettzimmer

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