Sektion
Psychosomatik
Leitung: Dr. Frank Schoeneich
Sektion
Psychosomatik

Die Sektion im Überblick

In der Sektion Psychosomatik wird Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern sowohl im Hinblick auf ihre körperlichen als auch seelischen Krankheitsaspekte eine klinisch geleitete, wissenschaftlich fundierte und möglichst Evidenz-basierte biopsychosoziale Diagnostik und Therapie angeboten.

Die Sektion Psychosomatik verfolgt den Ansatz einer Integrierten Psychosomatischen Medizin. Dazu gehört die Berücksichtigung der aktuellen Herausforderungen einer Gesellschaft und medizinischen Versorgungslandschaft im permanenten Wandel. Neben den seelischen Aspekten finden auch soziales Umfeld und Lebensgeschichte Berücksichtigung bei der Diagnostik und Therapie solcher sich multimodal bedingenden „kranken Körper“, bei denen psychosoziale Einflüsse eine prominente Rolle spielen. Solche Krankengeschichten verlaufen im Versorgungssystem üblicherweise „unerwartet schwierig“.

Konkret gesprochen erleben wir aktuell zunehmende Herausforderungen einer Gesellschaft und medizinischen Versorgungslandschaft im umfassenden Wandel: Abnahme „guter Jobs“ und Flexibilisierung und Globalisierung der Arbeitsverhältnisse, Zunahme an Lockerung und Brüchen in Liebesbeziehungen, Überalterung, Landflucht, Zunahme an lebensstilbedingten chronischen Erkrankungen, Zunahme an Single-Haushalten auch im höheren Lebensalter, soziale Vereinzelung, Digitalisierung, Abnahme realer sozialer Netzwerke und Zunahme virtueller sozialer Netzwerke, usw.

Abstrakt gesprochen erleben wir parallel dazu noch vor wenigen Jahrzehnten kaum vorstellbare kulturelle Veränderungen: Wir sind niemals mehr am Ziel, wir sind niemals mehr bei uns und in unseren Leben angekommen, wir sind immer auf der Suche: Es gibt immer die noch optimaleren und besseren Arbeitsstellen, Freizeitbeschäftigungen, Beziehungen, Freundschaften, Liebes- und Sexualpartner. Uns moderne Menschen der Neuzeit belastet ein schwerwiegender Druck: Arbeitsorganisation und Selbstorganisation wollen kontinuierlich optimiert werden. Der optimierte und flexible Mensch ist das Leitbild unseres modernen Lebens. Das Produkt aus Freiheit und Stress wird zum modernen Leiden an sich, die Metaphern dafür sind Selbst-Optimierung, Work-Life-Balance und als zu behandelndes medizinisch relevantes Syndrom das Burn-out.

Als Hochschulklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg behandeln wir auch seltene und oftmals nur schwer behandelbare Krankheitsbilder. Zudem beteiligen wir uns an der Ausbildung unserer Studierenden im Fachgebiet der Humanmedizin und der Psychologie im Rahmen des Brandenburger Modellstudiengangs sowie an der Psychotherapieweiterbildung für Postgraduierte.


Mit Leib und Seele

Wir kümmern uns mit Leib und Seele um Patienten mit körperlichen Krankheiten und Beschwerden, bei denen das Seelische eine große Rolle spielt. Wenn das Seelische aus dem Gleichgewicht geraten ist, wenn das Erleben und Verhalten dysfunktionale Muster und Schemata zeigt, dann sind sie bei uns richtig. Zu unserem Behandlungsspektrum zählen auch alle funktionellen Störungen, somatoformen Störungen sowie Schmerzstörungen und Essstörungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die seelische Bewältigung lebensbedrohlicher Krankheiten, beispielsweise bei Krebs oder bei Herzinfarkt.


An wen richtet sich unser Angebot?

  • Patienten mit Indikation zur vollstationären psychosomatischen Diagnostik und Beratung und Behandlung, mit dem Ziel, ein psychosomatisches Krankheitsverständnis zu etablieren und die dysfunktionalen Muster und Schemata im Erleben und Verhalten in eine Beziehung zu der Krankheit/Störung, den Symptomen, zum Charakter und zum Lebenslauf verstehbar zu machen und möglichst wieder eine hinreichende Symptom-Regredienz zu erreichen
  • Beschwerden und Probleme erfordern eine vollstationäre Behandlung, eine ambulante oder teilstationäre Therapie ist jedoch nicht ausreichend
  • Längere Trennung vom familiären oder häuslichen Umfeld ist erwünscht und möglich
  • Akzeptanz für das Konzept der aktiven Übungs- und Bewältigungstherapie, das bedeutet auch Akzeptanz von Verzicht auf ausschließlich passive Verfahren (z. B. Massagen)

Vorteil der vollstationären Behandlung:
Auch somatisch schwerer erkrankte, nicht entlassfähige Patienten können im Rahmen der Möglichkeiten der
Medizin des Hochschulklinikums versorgt werden.

Ausstattung
  • Behindertengerecht
  • Telefon
  • Mehrbettzimmer
  • Fahrstuhl
  • Nichtraucher
  • Zweibettzimmer
  • Einbettzimmer

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